Erste Stars für Pfingsten
Das 61. Pfingstsportfest am 24. Mai 2026 wartet auch dieses Jahr mit hochkarätigen Top-Athleten auf. Das Organisationsteam kann als ersten Topathleten das schwedische Diskus-Ass Daniel Ståhl präsentieren. Der Ausnahmewerfer kommt als amtierender Weltmeister von Tokio ins Bungertstadion. Bei der WM im September 2025 schleuderte der erfahrene Hüne die Zwei-Kilo-Scheibe 70,47 Meter weit und bezwang in einer dramatischen Regenschlacht den 22-jährigen Weltrekordler Mykolas Alekna (Litauen), der mit 67,84 Metern Silber gewann. Nach 2019 in Doha und 2023 in Budapest war dies Ståhls dritter WM-Titel. Den Höhepunkt seiner außergewöhnlich erfolgreichen Karriere bildete der Olympiasieg 2021 in Tokio vor seinem Landsmann Simon Pettersson. Zwischen 2014 und 2025 wurde er zehnmal im Diskuswurf und fünfmal im Kugelstoßen Schwedischer Meister. Diskus beim Pfingstsportfest, das gab es zuletzt 2022, als Traves Smikle aus Jamaika mit 63,97 Metern gewann. Den hochklassigen Stadionrekord hält der Österreicher Lukas Weisshaidinger seit 2018 mit 68,98 Metern.
Als weitere Spitzenkraft für das traditionsreiche Pfingstsportfest hat sich die frisch vermählte Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim) angekündigt. Die 27-Jährige feierte am 28. März in Macon im US-Bundesstaat Georgia ihre Hochzeit mit Football-Profi Tyler Mabry. Im Bungertstadion hatte sie bisher zwei denkwürdige Auftritte. 2023 übertraf sie mit 19,31 Meter erstmals in ihrer Karriere die 19-Meter-Marke. 2025 setzte sie sich gegen die US-Amerikanerin und WM-Vierte von 2019 Maggie Ewen mit 19,06 zu 19,02 Metern durch. Zwischendurch, bei den Olympischen Spielen in Paris gewann sie völlig überraschend die Goldmedaille. Zuletzt, bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 2026 in Dortmund verbesserte sie ihre Bestmarke auf 20,37 Meter.
Die Aufnahme von Chai zeigt Ståhl bei seinem Olympiasieg in Tokio